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Das Kind
Das Kind ist die de facto Herrscherin der Menschen im Tal. Sie ist gleichsam weltliche, als auch spirituelle Führerin der Menschen im Tal. Sie ist eine Art Reliquie mit Bewusstsein, welches von ihren Mönchen unablässig durch die bewohnten Regionen des Tales getragen wird um vor den Menschen Vorzusprechen und ihre Bitten und Gebete zu erhören. Die weiblichen Pronomen sind dabei nur ein grammatikalische Konvention. Das wahre Geschlecht kennt niemand. Es könnte sowohl eine Frau, als auch ein Mann sein.
Aussehen
Das Kind ist eine äußerst prunkvoll und detailliert gearbeitete Büste aus Gold, welche eine androgyne Person mit schmerzverzerrt aufgerissenem Gesicht darstellt. Die Region des Unterkiefers besteht nicht aus Gold, sondern bietet lediglich eine Auflagefläche, in welche der Unterkieferknochen und die Zunge einer Person eingelegt sind.
An der Hinterseite des Kopfes liegt eine große, Tiefblaue Scheibe an, welche den Nachthimmel symbolisiert. Davor gehen lange, Spitz zulaufende Strahlen und Federn in alle Richtungen ab und bilden so etwas wie einen großen, einzelnen Stern, welcher erhabenheit und Weisheit symbolisiert.
Die Form des Oberkörpers, sowie die eingearbeiteten Muster, erwecken den Eindruck als wäre der Körper der dargestellten Person ganz Eng in ein Tuch eingehüllt. Das Tuch selbst besteht aus vielen, kleinen Quadraten, welche unterschiedliche Muster und Naturdarstellungen zeigen. Zwischen den einzelnen Quadraten verlaufen Nähte, welche durch Einlegearbeiten aus Edelsteinen dargestellt werden.
Auf dem Kopf trägt die Büste einen üppigen Kopfschmuck aus Edelsteinen, der in Form und Gebrauch einem Schleier ähnelt und die Augen der Büste teilweise verdeckt ohne diese, welche weit aufgerissen sind und den Beobachter direkt anzustarren scheinen, ganz zu verstecken. Was man von den Haaren noch sieht schein kurz geschoren oder streng nach hinten frisiert zu sein.
Referenzbilder
Büste
Schrei
Gloriole
Funktion und Wesen
Trotz der Erscheinung einer statischen, toten Reliquie, trifft diese Wahrnehmung in keinster Weise zu. Das Kind ist alles andere als das. Sie ist ein weiterhin lebendes Wesen. Auch, wenn niemand genau weis wie dies Funktioniert. Doch, dass es funktioniert, das sieht jeder und dementsprechend zweifelt niemand an dem Wunder, dass diese Büste offenbar ist.
Die Zunge und das Kiefer bewegen sich stets leicht. So als würde sie atmen und sich beständig einen bequemen Platz in diesem harten, goldenen Käfig suchen. Ebenso durchzieht die Büste ein beständiger Luftstrom der in rythmischen Abständen Luft in die Büste hinein saugt und dann wieder herauslässt. Wie ein Atmen. Begleitet wird dieser Luftstrom von einem rasselnden Geräusch und manchmal einem hohen quietschen
Doch nicht nur das. Diese Büste kann sprechen. Es ist eine seltsame Form der Sprache, denn ohne Lippen und Gaumen fällt es den übrig gebliebenen Organen äußerst schwer die komplexen Laute zu bilden, welche die Menschliche Sprache benötigt. Sie ist erfüllt von gurgelnden und lispelnden Geräuschen die in dem metallenen Korpus hallend verklingen. Doch selbst die Worte die deutlich zu verstehen sind, tragen nicht immer die Bedueutung inne, die man erwartet. Denn das Kind spricht einen Dialekt der von keiner lebenden Person gesprochen wird. Deshalb wird sie stets von einer Dienerschaft an Mönchen, der sogenannten Reisegesellschaft begleitet, welche als Übersetzer*innen aber noch vieles mehr fungieren.










